Die wichtigsten Fragen, die Sie sich rund um den Industrial IoT Einsatz stellen sollten

by Annecilla Sampt

Wir haben BEKO Business Consultant und IoT Experte Stefan Weixelbam über den aktuellen Einsatz von IoT im Unternehmen und die künftigen Potenziale gefragt.

Erfahrungsaustausch mit Weitblick – Insights, Praxisberichte, Workshops und Diskussionen mit Top-CIOs und Experten.

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Wie weit hat die österreichische Industrie IoT schon erfolgreich im Einsatz? Werden die Potenziale bereits ausgeschöpft?

Laut unserer Erfahrung aber auch gestützt auf Erkenntnisse der Plattform Industrie 4.0 Österreich kann man sagen, dass Industrie 4.0 oder auch Industrial IoT genannt, gerade dabei ist in der österreichischen Industrie Einzug zu halten. Begriffe wie Digitale Roadmap, Sensorik, Smart Factory und andere Themen der Industrie 4.0 beginnen sich, in der Industrie zu verankern, zumindest konzeptionell aber teileweise auch schon in der Realität umgesetzt, wie beispielsweise Unternehmen wie AVL List, Zumtobel oder Atomic zeigen.

 

 

Laut der EY-Studie Industrie 4.0 in Österreich von 2018 produziert eine Mehrheit von 60 Prozent bereits zumindest teilweise digital – mehr als in Deutschland mit 54%. Der Umsatzanteil mit Produkten aus Industrie-4.0-Fertigung soll bis 2020 auf durchschnittlich 37 Prozent steigen.

Es zeigt sich aber auch, dass gerade im österreichischen Industrie KMU-Segment, abgesehen von wenigen Ausnahmen, noch großes Potential in Richtung Industrie 4.0 besteht.

Wie sehen die organisatorischen und technischen Voraussetzungen aus?

Industrie 4.0 im Unternehmen zu etablieren, ist Aufgabe des Top-Management: Die Etablierung organisatorischer Strukturen zur Konzeption und Realisierung der Industrie 4.0 sind eine conditio sine qua non.

Technischen Voraussetzungen gerade im maschinennahen Bereich ist die Datengenerierung mittels Sensorik. Auf Grund neuerer Entwicklungen wie beispielsweise Retrofit ist es heute möglich, auch ältere Produktionsmaschinen mit überschaubarem Aufwand Industrie 4.0 fähig zu machen.

Weitere wichtige Voraussetzungen sind die Umsetzung und Sicherstellung CIO-zentrierte Themen. Datengenerierung, Datenübertragung, Datenspeicherung, Datenverschlüsselung und Datenverfügbarkeit über den Gesamtprozess der Produktion sind unabdingbare Voraussetzungen für die erfolgreiche Umsetzung eines Industrie 4.0 Projektes.

Wo sind die größten Hürden?

Die größten Hürden liegen unserer Einschätzung nach gerade für kleinere und mittelständische Unternehmen in einem unklaren und unsicheren Investitionsbedarf in Bezug auf die Modernisierung des Maschinenparks, der Produktionsabläufe sowie der Erfüllung der IT-Anforderungen.

Fehlende interne Kompetenz, ein unklares Zielbild, Sicherheitsbedenken sowohl produktions- als auch IT-technischer Natur sowie ein unklares Zielbild sind weitere Hürden auf dem Weg zur Industrie 4.0 Umsetzung.

Welche bisher wenig genutzten Einsatzbereiche, sollten Unternehmen in Zukunft erschließen?

Liegt der Fokus der Industrie 4.0 zur Zeit vor allem auf der Automatisierung der Produktionsprozesse sowie auf der Realisierung einer flexiblen Produktion (im Gegensatz zu einer starren Serienproduktion), so stehen Themen wie die Entkoppelung der Serviceprozessen von den administrativen Prozessen oder die Nutzung analytischer Verfahren für Predictive Maintenance ganz oben auf der Liste.

Was sind die wichtigsten Fragen, mit denen sich der CIO rund um den IoT Einsatz beschäftigen muss?

Unserer Einschätzung sollten die Umsetzung und Sicherstellung der bereits angeführten Punkte Datengenerierung, Datenübertragung, Datenspeicherung, Datenverschlüsselung, Datenverfügbarkeit über den Gesamtproduktionsprozess im Zentrum der CIO Überlegung stehen.

Ein effektives Risikomanagement, die Erfüllung regulatorischer Anforderungen sowie die Klärung der Datenoberhoheit gerade im B2B Umfeld sind weitere Punkte auf der CIO Agenda.

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