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Nachhaltige IT: Den Lebenszyklus von Endgeräten verlängern

by Yara El-Sabagh

 OUT NOW im #ConfareBlog: Den Lebenszyklus von Endgeräten verlängern

Die Herstellung von IT-Devices ist heute nicht besonders nachhaltig. Es kommen Materialien zum Einsatz, die selten sind, und deren Gewinnung oft mit Umweltschäden verbunden ist. Auch wenn sich hier einiges ändert – Daniel Büchle von AfB ist überzeugt: Wir können wertvolle Ressourcen schonen und Umweltschäden minimieren, wenn wir den Lebenszyklus von Endgeräten verlängern. Im Zuge unserer Partnerschaft rund um die Confare #ImpactChallenge, bei der Confare in Zusammenarbeit mit T-Systems den sozialen, geschäftlichen und nachhaltigen Impact von Unternehmens-ITs auszeichnet, haben wir mit Daniel über Verantwortung von Führungskräften, die Bedeutung von Nachhaltigkeit in der IT und die unternehmerische Bedeutung von Inklusion gesprochen.

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Wie nachhaltig ist denn diese Digitale Transformation, die Unternehmen gerade machen?

Um diese Frage beantworten zu können, müsste zunächst ein einheitliches Verständnis zur Definition von Nachhaltigkeit vorhanden sein. Denn genau da gibt es schon große Diskrepanzen und viele Unternehmen begreifen Nachhaltigkeit derzeit primär als CO2- Neutralität & Energieeffizienz. Doch so einfach ist es nicht – der Blick auf Menschen, Bildung, Inklusion & Co. ist mindestens genauso wichtig.

Wieviel gesellschaftliche Verantwortung liegt denn bei CIOs und CDOs?

CIOs und CDOs haben durch ihre zentrale und immer wichtiger werdende Position im Unternehmen einen enormen Handlungsspielraum, den sie hinsichtlich gesellschaftlicher Verantwortung sehr stark nutzen können. Sie sind in die meisten Prozesse des Unternehmens involviert und können dadurch direkten Einfluss nehmen, dass diese einen gesellschaftlichen Mehrwert erzielen. Ich möchte gerne dazu ermutigen, diese Macht aktiv für positiven Impact einzusetzen. Je nach Entscheidung kann IT einen positiven oder einen negativen Einfluss auf die Gesellschaft haben. Deswegen sollten Nachhaltigkeitsfaktoren und das Verständnis dafür eine wichtige Rolle spielen – egal ob es um Prozessoptimierungen, neue Strategien, die Auswahl von passenden Dienstleistern oder um andere IT-Themen geht.

Confare_CIOSUMMIT_Wien_2025

Wo liegen hier die größten Hebel?

Digitalisierung bietet einige Chancen, z.B. die Energie- und Ressourceneffizienz zu verbessern (Beispiel: Papierverbrauch) und umweltbelastende Produkte durch umweltschonendere Dienstleistungen zu ersetzen. Aber sie birgt auch Risiken, denn die Digitalisierung bringt oft auch neue Verbräuche mit sich. Deswegen spielt z.B. die Energiequelle, über die der Strom bezogen wird, eine ganz entscheidende Rolle. Um Treibhausgase zu reduzieren und das Klima zu schützen muss die Energieversorgung von fossilen hin zu erneuerbaren Energien umgebaut werden, hierbei aber mit einem Fokus auf wirklich erneuerbare Energiequellen und nicht nur über Zertifikate „grün gemachten“ Strom. Andere Beispiele sind die Nutzung von Cloud-Services und dadurch mögliche Steigerung der Effizienz, die Möglichkeit des Mobilen Arbeitens und natürlich Green IT, worunter man versteht, Energie und Ressourcen möglichst schonend über den gesamten Lebenszyklus von IT-Geräten (auch in Rechenzentren) hinweg einzusetzen.

Wie sehr ist denn die Kreislaufwirtschaft schon in der IT angekommen?

Das Kernproblem von IT ist: Bislang können kaum Geräte wirklich nachhaltig hergestellt werden. Sie sind noch auf Ressourcen angewiesen, die oft nur unter hohem ökologischem und sozialem Schaden gewonnen werden können. Bis dieses Problem gelöst ist, muss das Ziel gelten, IT so lange wie möglich zu nutzen, um dadurch die Anzahl der produzierten Geräte zu reduzieren. Dies bedeutet, dass nach der im Schnitt drei- bis fünfjährigen Erstnutzung der Hardware in Unternehmen weitere Nutzungszyklen hinzukommen, z.B. bei Privatpersonen, Bildungseinrichtungen oder gemeinnützigen Organisationen. Und am Ende der Gesamtnutzung, die durchaus 10-15 Jahre sein kann, muss ein fachgerechtes und effizientes Recycling ohne Gefährdung für Mensch und Umwelt stattfinden. Neben einer möglichst langen Nutzungsdauer spielt natürlich auch das Produktdesign von Geräten eine große Rolle – einheitliche Ladekabel und bessere Reparierbarkeit sind hier wichtige Themen. Richtig angekommen ist die Kreislaufwirtschaft in der IT also sicherlich noch nicht – aber es bewegt sich etwas…

Welche Rolle kann denn AfB im Ecosystem des CIO spielen?

Wenn Nachhaltigkeit für die CIOs wichtig ist, dann sind wir als ökologisch und sozial handelndes Inklusionsunternehmen der perfekte Partner. Durch zertifiziertes IT-Remarketing trägt AfB dazu bei, das Klima zu schonen und Ressourcen einzusparen. An 20 Standorten in Deutschland, Österreich, Frankreich, der Schweiz und der Slowakei beschäftigt AfB 600 Mitarbeitende, davon 45% mit Behinderung. Unser Geschäftsmodell basiert auf Partnerschaften mit aktuell über 1.600 Unternehmen, Banken, Versicherungen und öffentlichen Einrichtungen. AfB kauft deren nicht mehr benötigte IT- und Mobilgeräte, löscht unwiderruflich die enthaltenen Daten, rüstet die Geräte auf, installiert neue Software und verkauft sie mit mindestens 12 Monaten Garantie hauptsächlich an Privatpersonen, gemeinnützige Organisationen und Schulen. Die dadurch erzielte Nachhaltigkeitswirkung wird Unternehmen mit einer Wirkungsurkunde bestätigt, die auch für die eigene Nachhaltigkeitskommunikation eingesetzt werden kann. Zudem kann eine Partnerschaft mit AfB das ESG-Rating eines Unternehmens verbessern. Wir sind also nicht nur IT-Dienstleister, sondern bieten Unternehmen auch im Bereich von CSR und Kommunikation viele Mehrwerte.

Wo siehst Du die unternehmerische Perspektive für AfB? Was darf man in diesem Zusammenhang noch von Euch erwarten?

Das größte gemeinnützige IT-Unternehmen Europas sind wir bereits – unser Ziel ist es, das größte weltweit zu werden. Wir wollen hier und in weiteren Ländern wachsen, wozu wir natürlich zusätzliche Unternehmen und Behörden als Partner benötigen. Immer mit dem Ziel, gemeinsam etwas Gutes für Mensch und Umwelt zu bewirken. Das Potenzial ist riesig, IT- und Mobilgeräte gibt es in großen Mengen auf der Welt und der Druck auf Unternehmen, lokal und global nachhaltiger zu wirtschaften, steigt von Tag zu Tag. Unternehmen machen sich angreifbar, wenn sie nicht mehr benötigte Dinge einfach verschrotten und verlieren gleichzeitig Mitarbeitende, wenn sie sich nicht als nachhaltiger Arbeitgeber positionieren. Es gibt für uns also viel zu tun und wir haben richtig Bock darauf, gemeinsam mit unseren Partnern, Kundinnen und Kunden die Welt ein klein wenig besser zu machen. Packen wir’s an, ganz nach dem Motto von Confare: Gemeinsam besser machen!

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