#IDEE2021: Digitale Transformation muss menschenzentrierter sein

by Stephanie Ellemunter

Die #IDEE2021 Konferenz war ein voller Erfolg! Es wurden innovative Ideen gefeiert und die Digitale Transformation, die durch den Digitalisierungsschub mit Corona immer weiter in den Vordergrund rückt, wurde in den Blick genommen. Experten aus verschiedenen Abteilungen wie IT, Service, Marketing & Sales oder HR haben sich damit beschäftigt und den Teilnehmern präsentiert woran sie in Ihrem Unternehmen gerade arbeiten.

Im #ConfareBlog stellen wir einige Themen vor, die die Branche gerade beschäftigen und welche Ideen und Ansätze die Experten dafür haben.

 

Homeoffice durch Corona/Innovation

Eines der großen Themen der Konferenz war aufgrund der Pandemie natürlich das Arbeiten im Homeoffice. Zu diesem Thema sind sich unsere Fachexperten noch uneinig. Einige wie Manuel Stecher, CDO von Verbund, genießen die neuen Freiheiten, die durch mehr Zeit im Homeoffice gekommen sind. Die flexible Zeiteinteilung etwa oder das Wegfallen des langen Arbeitsweges.

Stecher Manuel

„Im Homeoffice muss man nicht so viel vorplanen. Viele Dinge, die sonst Stress verursachen fallen weg, das bringt den Vorteil, dass auch der Geist wieder freier sein kann, mehr Kreativität ist möglich.“

Manuel Stecher, Verbund

Hemma Bieser, Geschäftsführerin von avantsmart sieht in der reinen Homeofficearbeit auch Nachteile:

Bei der Arbeit im Homeoffice braucht es klare Regeln. Die Dauer des Arbeitsweges ist zwar kürzer, aber dafür braucht es für Teammeetings beispielswiese auch mehr Vorbereitung, mehr Disziplin.

Multitasking, wie in einer reellen kurzen Besprechung, ist nicht möglich.“

Hemma Bieser, avantsmart

Hemma Bieser

Es braucht also Regeln für eine gute Zusammenarbeit aus dem Homeoffice, z.B. dürfen im Call nicht nebenbei Emails beantwortet werden. Im täglichen face-to-face Meeting hingegen ist es nicht wichtig Regeln zu definieren, bestimmte Standards sind für alle Beteiligten selbstverständlich.

#IDEE2021 - Digitale TransformationHat das Homeoffice auch Auswirkungen auf die Innovationsbereitschaft?

Vor Corona gab es für innovatives Brainstorming bereits eine eigene Organisationseinheit: die sogenannten InnovationLabs. Waren sie vorher rein im physischen Raum vertreten, mussten sie mit Corona auch im virtuellen Raum Platz finden. Mit dem Ende der Krise wird es also auch zur Aufgabe InnovationLabs hybrider zu machen.

Was hat sich durch die Verlagerung in den online Raum verändert?

Der eigentliche Zweck und Nutzen hat sich laut Bieser nicht wesentlich verändert:

Hemma Bieser

Damit eine InnovationLab sinnvoll ist, müssen es Menschen auch bespielen, egal ob im virtuellen oder physischen Raum. Durch die Verlagerung in den virtuellen Raum gibt es natürlich auch neue Herausforderungen. Welche Online-Tools gibt es? Multichannel Marketing Communication wird wichtig, aber im Endeffekt geht es um den Content, den die Räume produzieren.“

Hemma Bieser, avantsmart

Digitale Transformation/Digitalisierungsschub

Ein weiteres Thema, mit dem sich die Experten in der Krise viel beschäftigt haben, ist die Digitalisierung und der Digitalisierungsschub, der sich mit Corona nochmal verstärkt hat.

So stellte zum Beispiel Markus Pleil von Austro Control sein Projekt für mehr Digitalisierung vor, eine digitale Unterschriftsmappe. Das Projekt wurde notwendig nachdem es wegen Corona schwieriger wurde persönliche Unterschriften einzufordern. Durch den Einsatz dieses Tools arbeiteten die Mitarbeiter effizienter, zudem sparte man durch die digitalen Unterschriften Zeit und Aufwand. Es gab auch kürzere Durchlaufzeiten. Der Einsatz des Projektes war sehr resultatorientiert, man wollte sich auf Weniges konzentrieren, dieses aber dafür mehr automatisieren und optimieren.

Dieses Beispiel zeigt eindrücklich, dass es ein Vorteil der Digitalisierung ist, dass sie auch mehr Services hervorbringt.

Über Customer Experience hinaus denken/Die Relevanz von Kundenfeedback

Der menschzentrierte Ansatz verbreitet sich auch im Daily Business immer mehr. Besonders auch in der Produktentwicklung. 9 von 10 Produkten floppen auf dem Markt. Warum? Darüber sind sich Stefan Böck (Geschäftsführer, momentoom GmbH i.G. ) und Claudia Bruckschwaiger (Business Consultant) einig. Weil sich die Unternehmen zu viel von ihren eigenen Ideen leiten lassen und nicht auf die Bedürfnisse und Herausforderung der Nutzer schauen. Auch werden Nutzerdaten häufig zum Teil falsch interpretiert. Viele Unternehmen schauen nämlich nur auf die soziodemographischen Daten.

STEFAN BÖCK - Geschäftsführer alpha awards

Man darf sich nicht nur von den soziodemografischen Daten leiten lassen und muss auch mal unter den Eisberg schauen.“

Stefan Böck, momentoom GmbH

Es kommt also auf die Nutzerzentrierung an. Was sind die Ziele des Nutzers, was seine Sorgen? Löse ich seine Probleme, bleibt er auch dauerhaft bei mir. Die Experten empfehlen ein Human Centered Design (HCD), also ein Konzept, das den Nutzer und seine Bedürfnisse/Probleme in den Mittelpunkt stellt. Am Anfang dieses Modells muss aber immer die Costumer Experience stehen, ansonsten entstehen dem Unternehmen in einer späteren Bearbeitung sehr hohe Kosten. Durch den HCD wird ein Unternehmen robuster und es kann schneller auf die Kundenbedürfnisse eingehen.

Das Unternehmen der Zukunft muss also Kunden mehr einbinden, es muss sich eine neue Sichtweise aneignen, weg von dem Mythos der Allwissenheit und die neuen Möglichkeiten der Interaktion mit den Kunden nutzen um beständig und erfolgreich zu sein.

Dies war ein kleiner Einblick in die Themenvielfalt der Confare #IDEE2021. Von weiteren spannenden Innovationen und Digitale Transformation lesen Sie in unserem Folgeartikel.

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